Europäisches Zentrum der Künste

KulturbetriebDer Kulturbetrieb „HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste“ in Dresden zählt zu den wichtigsten interdisziplinären Zentren zeitgenössischer Kunst. Angesiedelt ist er auf dem Gelände des Festspielhaus Hellerau und wurde 1911 als Bildungsanstalt für Rhythmik erbaut. Zu den dort ausgestellten Künsten zählen: Zeitgenössischer Tanz, Neue Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst und Neue Medien. Daneben arbeitet das Zentrum mit Partnerorganisationen und lässt einen „Arbeitsplatz Kunst“ entstehen. Das Motto ist: Mit Kunst experimentieren, Kunst präsentieren und reflektieren.

Zeitgenössischer Tanz: Dresden Frankfurt Dance Company

Aktuell können die Besucher des Europäischen Zentrums der Künste eine Choreografie der Dresden Frankfurt Dance Company bewundern. Die Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles beschäftigten sich im Vorfeld ein Jahr lang ausgiebig mit verschiedenen gesellschaftlich relevanten Themen. Dazu gehörten Menschlichkeit und Geschlechterfragen, Körper, Bewegung und Gefühle genauso wie die Auseinandersetzung mit sozialen Medien und deren Einfluss auf unser Leben und – damit einhergehend – die Abgrenzung von Privatem und Öffentlichem. Die Ensemblemitglieder bilden diese Aspekte aus verschiedenen Perspektiven ab, wodurch ein lebhaftes und abwechslungsreiches Programm entstanden ist.

Tanz als Kunstform

Tanzen als KunstformDer Tanz als Kunstform ist für die Darstellung eines solchen Projektes zum „Leben in Bewegung“ besonders gut geeignet, da ihm Dynamik und Vergänglichkeit per Definition innewohnen. Das Zusammenspiel der Tänzerinnen und Tänzer bildet zudem das Soziale und die notwendigen Kommunikationsprozesses der Thematik ab.

Arbeiten mit Geflüchteten: Das Refugee Art Center

Unter das „Refugee Art Center“ fallen alle Aktionen und Projekte von, mit und für Geflüchtete, die im Europäischen Zentrum der Künste in Dresden stattfinden. Eins davon ist das Projekt „Golgi Park“. Seit drei Jahren wird hier in einem interkulturellen Garten gemeinsam gegärtnert. Daneben finden verschiedene Kunstprojekte statt, die häufig von Künstlerinnen und Künstlern mit Fluchterfahrungen angeleitet werden.

Aktuelles internationales Theaterprojekt

Ein aktuelles internationales Theaterprojekt beschäftigt sich mit dem Thema „Hier sein“. Es ist exklusiv für Frauen mit Fluchthintergrund, die sich mit Gedanken zu Heimat, Identität und Zugehörigkeit beschäftigen. Sie arbeiten eine Geschichte über eine Frau aus, die ihre Heimat verlässt und sich auf eine Reise in ein neues Leben in einem fremden Land begibt. Dazu nutzen die Teilnehmerinnen Elemente aus Tanz, Theater, Musik und Puppentheater. Unter dem Titel „HIER SEIN – BEING HERE“ präsentieren die Frauen Mitte Dezember ihre Ergebnisse. Der Eintritt zu solchen Veranstaltungen ist in der Regel frei.

Ansonsten können Tickets zu den Veranstaltungen an allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse sowie im Online-Verkauf erworben werden. Das HELLERAU bietet außerdem über diversen Aktionen Vergünstigungen an. Mit der HELLERAU-Card kann man das volle Programm ein Jahr lang zum halben Preis genießen. Im Besucherzentrum haben Sie außerdem die Möglichkeit, beim Kauf von drei Tickets zusätzlich ein kostenloses viertes zu erhalten.